Nyhavn – der „neue Hafen“ von Kopenhagen

Das wohl bekannteste Fotomotiv und eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten aus Kopenhagen ist der Nyhavn. Nyhavn ist dänisch und heißt „neuer Hafen“. Hafen ist ein wenig übertrieben, es ist eher ein Kanal. Er ist gerade einmal 400m lang und nur 3m tief. Durch die alten, hölzernen Traditionsschiffe wird an die einstige Hafenatmosphäre erinnert. Als Hafen hat Nyhavn nie eine Bedeutung erlangt, dafür ist er viel zu klein und flach.

Der Kanal wurde 1673 fertiggestellt und schuf eine Verbindung zum Kopenhagener Hafen zum Platz „Kongens Nytorv“. Die farbenfrohen Giebelhäuser, die dieser einzigartigen Fotokulisse ihren Charme verleihen entstanden im 18. und 19. Jahrhundert. Das älteste Haus ist die Nr.9 und wurde 1681 erbaut und sein Aussehen wurde seitdem bis heute nicht verändert. Hier entstanden bereits frühzeitig aufgrund des Hafenmilieus zahlreiche Tavernen.

Heute liegen hier vor allem Museumsschiffe und die Hafenrundfahrten an. Zu den bekanntesten Traditionsschiffen zählen das einst gesunkene Feuerschiff Gedser Rev oder der Lachskutter Haabet.

Berühmter Bewohner

Viele berühmte Künstler wohnten am Nyhavn. Der berühmteste von ihnen war der Märchendichter Hans Christian Andersen. In Haus Nr. 20 schrieb er damals die Märchen „Das Mädchen mit den Streichhölzern“, „Der kleine Klaus und der große Klaus“ und „Die Prinzessin auf der Erbse“. Seine ehemaligen Wohnhäuser Nr. 18 und 67, wo er jeweils 2 und 20 Jahre lebte, sind zur Besichtigung geöffnet. Am westlichen Ende des Hafens befindet sich einer der bekanntesten Plätze von Kopenhagen der königliche „Neue Markt“, auf dem sich ein Denkmal des Dichters befindet. Zudem gibt es hier das im Jahr 1685 erbaute Theater „Totto Palais“ und das zur gleichen Zeit erbaute Schloss Charlottenburg.

Beliebter Treffpunkt

Nyhavn ist eines der Vergnügungsviertel in Kopenhagen. Bis heute gibt es hier jede Menge Restaurants – teils mit sehr gehobener Küche –  Bars, Bierstuben, Tanzlokale und kleine Hotels. Es ist das gastronomische Zentrum von Kopenhagen und hat seine ganz eigene, einzigartige Atmosphäre. Hier kann man wunderbar seinen Sightseeing Tag in Kopenhagen beenden und den Abend ausklingen lassen.

Aber nicht nur Touristen lieben dieses Viertel, auch die Einheimischen treffen sich oft hier auf ein Bierchen auf der Kaimauer.

Kopenhagens bekanntestes Fotomotiv

Auch wenn Kopenhagen jede Menge Sehenswürdigkeiten zu bieten hat, so denkt man nicht als erstes an eines der wunderschönen Schlösser, sondern an die bunten, farbenfrohen Giebelhäuser mit dem Kanal davor, an dem die alten Schiffe liegen. Und obwohl man dieses Bild bestimmt schon hundertmal irgendwo gesehen hat, waren auch wir sofort in den Bann gezogen und konnten uns nicht satt sehen und machten ein Foto nach dem anderen, um unser ganz eigenes Bild haben.

Wir werden bei der Erinnerung an unseren Besuch in Kopenhagen vermutlich immer als erstes an Nyhavn denken, an die freundlichen Menschen, die Jazzmusik, das bunte, fröhliche Treiben, das Geklapper des Geschirrs in den Restaurants und die Schiffe.

P.S. Klickt einfach auf die Foto-Galerie, um die Fotos in groß zu sehen.

Mein persönlicher Tipp

Wie es mir als Frau unterwegs oft so ergeht, musste ich auf die Toilette und war auf der Suche nach einer Möglichkeit. Einkehren wollten wir eigentlich noch nicht, weil wir gerade erst unsere Sightseeing Tour starten wollten. Da fand ich am Nyhavn eine öffentliche Toilette. Meine Abneigung gegen öffentliche Toiletten ist groß insbesondere an so einem Touri-Hotspot ganz besonders. Zu meiner Überraschung, sind die öffentlichen Toiletten am Ende des Nyhavns, die runter in einen Keller gehen, wirklich nicht nur sehenswert, sondern auch extrem gepflegt und sauber. Schwere Holztüren mit Verzierungen, einzigartige Fliesenkacheln und verschnörkelte Wasserhähne verschönerten nicht nur den Eingangsbereich, sondern auch jede einzelne Kabine. Also, wenn ihr mal müsst, dieses Örtchen kann ich euch echt empfehlen.

Lage

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