Das Land des Sonnenuntergangs

Eigentlich heißt Marokko in der eigenen offiziellen Staatsbezeichnung „al-Mamlaka al-Maghribīya“, was übersetzt „Das Land des Sonnenuntergangs“ heißt. Und was treffender nicht sein könnte. Wir haben auf unsere Reise unzählige wunderschöne Sonnenuntergänge erlebt und könnten uns nicht entscheiden, welcher der schönste war: Der Sonnenuntergang in Marrakesch über dem „Djeema el Fna“ (dem Markt der Gaukler), über dem Atlasgebirge oder über dem Meer bei Essaouira. International hat sich Marokko als Name durchgesetzt, was die europäische Ableitung der ehemaligen Hauptstadt Marrakesch ist.

Königreich Marokko

Marokko heißt eigentlich in der Langform Königreich Marokko. Das Land ist seit 1956 unabhängig und seit 1992 gemäß Verfassung eine konstitutionelle Monarchie. Dies bedeutet, dass die Macht des Monarchen durch eine Verfassung beschränkt wird.

Seit König Mohammed VI. 1999 den Thron bestieg hat sich bereits viel verändert. Er wird auch der junge Reformkönig genannt, weil er viele mutige Reformen vor allem im sozialen und religiösen Bereich umgesetzt hat. Er kämpft vor allem für die Gleichstellung von Mann und Frau, so dürfen jetzt auch weibliche Imane in den Moscheen predigen, er hat das Familienrecht, was im Koran verankert ist neuverfassen lassen, was Frauen mehr Rechte einräumt und er hat mit der Ernennung einer königlichen Beraterin ein deutliches Zeichen gesetzt zur Gleichstellung gesetzt.

Trotz all dieser Reformen ist Marokko dennoch ein muslimisches Land und darauf ist bei Reisen Rücksicht zu nehmen. Angepasste Kleidung sollten hier (Tops und Shorts gehören nur an den Hotelpool) selbstverständlich sein. Frauen sollten den direkten Blickkontakt zu Männern meiden, da dies sofort als Aufforderung zum Flirten verstanden wird. So modern Marokko inzwischen auch ist, insbesondere in der Medina von Marrakesch und auf dem Land, war ich als Frau froh, meinen Mann dabei zu haben, der seinen Besitzt klar signalisiert hat, indem er den Arm um mich gelegt hat, oder meine Hand hielt, als wir auf unseren Streifzügen waren.

Land der Gegensätze

Paul Bowles (New Yorker Schriftsteller) schrieb einmal „Marokko kann ziemlich verwirrend sein für jemanden, der er es zum ersten Mal entdeckt“. In Marokko prallen Gegensätze aufeinander, ob sozial, baulich, landschaftlich oder kulturell. Wir haben in Marrakesch das neue Marrakesch mit den gläsernen Hochhäusern gesehen und direkt daneben die Medina mit ihren Lehmbauten. Schneebedeckte Atlasgipfel und davor die haushohen Wüstendünen, Zedernwälder und ausgetrocknete Flussbetten, karge Aganhaine und üppige Obstplantagen, um nur einige der Gegensätze aufzuzählen.

Das Tor Afrikas

Marokko war unsere erste Reise auf dem afrikanischen Kontinent. Wir haben auf unserer Reise ein so vielfältiges Land wie bisher kaum eines kennenlernen dürfen und sind überwältigt von den verschiedensten Eindrücken und der Gastfreundschaft. Wir würden jedem empfehlen, sich auf die Reise zu machen und dieses wunderbare Land zu entdecken, was eine unglaubliche Faszination ausübt.

Schaut euch doch zur Einstimmung auch unsere anderen Beiträge über Marokko an, in denen wir euch unsere persönlichen Highlights vorstellen.

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